gamescom: MediEvil angespielt – Ist Sir Fortesque zurück von den Toten?

Eigentlich fehlt aktuell nicht mehr viel um sich als retroaffiner PSX Spieler mehr als wohl zu fühlen. In den letzten Monaten sind so viele Playstation Klassiker herausgekommen, dass man vor Freude fast einen Handstand machen könnte. Sei es wegen Titeln wie Crash Bandicoot, Crash Team Racing, Spyro, Patapon oder PaRappa the Rapper. Sir Daniel Fortesque ist zurück auf der Playstation 4 und feiert im Oktober pünktlich zu Halloween seine Rückkehr von den Toten. Wir durften das Remake am ersten Tag der Gamescom am Stand von Sony anspielen, hier unser Eindruck.

Die Story

Der böse Zauberer Zarok plant, das Königreich Gallowmere mit seiner untoten Armee zu überrennen. Es wird erzählt, dass Sir Daniel Fortesque, einst die Armee des Königs von Gallowmere zum Sieg geführt hat und es geschafft hat, Zarok zu töten, bevor er seinen tödlichen Wunden erlag. Leider wurde Dan in Wirklichkeit jedoch vom ersten Pfeil, der in der Schlacht um Gallowmere geschossen wurde, niedergestreckt. Der König beschloss, dies zu vertuschen und Dan zum Helden zu erklären. Zarok verschwand währenddessen.

100 Jahre später taucht Zarok wieder auf und verhext Gallowmere, um seine untote Armee zu wecken und die Seelen der Lebenden zu stehlen. Dabei erweckt er unwissentlich auch die Leiche von Dan und lässt ihn wieder auferstehen. Dan der im Laufe der Zeit zum Skelett geworden ist, wittert seine Chance, versucht die Schmach der Vergangenheit hinter sich zu lassen und durch den Sieg über Zarok in die Halle der Helden aufzusteigen. Eure heldenhafte Geschichte beginnt.

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Das Gameplay

Der knochige, unterkieferfreie Dan weiß auch nach vielen Jahren noch wo der Hammer bzw. die Keule oder das Schwert hängt und macht eine gute Figur, fast so, als ob er niemals weg gewesen wäre.

Neben den anfänglich noch einfachen „Rätseln“ macht einem eher die verschachtelte Karte Probleme. Die Steuerung und die Karte sind nach erstem empfinden aber tatsächlich immer noch genauso wie damals. Das heißt, ihr dürft mit dem rechten Stick die Kamera immer manuell etwas nachjustieren und teilweise mehrfach die Karte ablaufen um entsprechende Kelche und Items wie Schlüsselsteine zu finden. Die Karte ist dabei genauso verschachtelt, wie man sie von damals in Erinnerung hat und hält die ein oder andere Überraschung bereit.

Die Hack und Slash Mechanik geht flüssig von der Hand und macht wirklich eine Menge Spaß, auch wenn einige moderne Spielmechaniken wie klare Indikatoren für Treffer fehlen. Das Waffenarsenal hat sich zum Glück nicht geändert und punktet mit allerlei Waffen, die wir aus dem original Spiel kennen, die teilweise im Laufe der Story freigeschaltet werden und sich mit der Zeit abnutzen. Es gibt Keulen, verschiedene Schwerter, Wurfmesser, eine Armbrust und vieles mehr.

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Fazit

Ursprünglich war MediEvil als Remaster geplant, am Ende hat sich das Team bei Other Ocean und Sony dagegen und für ein Remake entschieden. Zwar scheint die Grafik etwas aus der Zeit gefallen, aber MediEvil hat dennoch seinen Charme, erinnert an die gute alte Zeit und wenn wir ehrlich sind: Grafik ist nicht alles. Die Spielmechanik und die Level wurden, soweit wir es sehen konnten 1:1 vom Original übernommen, was mir gut gefallen hat. Wieso Sony nicht direkt auch den zweiten Teil im Bundle herausbringt, wie es andere Spiele vorgemacht haben, wissen wir leider nicht. Möglich ist, dass später noch ein zweiter Teil herauskommt oder der zweite Teil als DLC veröffentlicht wird. In jedem Fall macht das Remake eine gute Figur und ist ein Tribut an die gute alte Zeit. MediEvil erscheint am 28. Oktober für Playstation 4.

Patricks Fazit

Aus nostalgischen Gründen ist MediEvil genau mein Fall. Aber für mich war der Zustand der Demo noch etwas schwierig. Die Grafik wirkte nicht so wie in den Gameplay Trailern, die Steuerung war auch nicht rund. Aber hier muss man genau drüber nachdenken, dass die gespielte Demo wahrscheinlich zur Zeit der E3 erstellt wurde und auch nur auf einer normalen PS4 lief. Die Frage ist für mich, ob sich bis Oktober noch genug am Zustand tut, dass das Remake für mich ein Day One kauf wird?

Marvins Fazit

Ich muss zu meiner großen Schande gestehen, dass ich MediEvil bis zur Ankündigung des Remakes nicht kannte und überrascht war, dass das Spiel vom späteren Guerilla Cambridge entwickelt wurde. Bei der Gamescom-Session habe ich Stephan über die Schulter geschaut und kann im Nachhinein die derzeit diskutierten Parallelen zu Dark Souls durchaus nachvollziehen. Denn anders als beim recht niedlichen Look vermutet, ist das Spiel nicht gerade. Sowohl Kampfsystem, als auch Wegfindung sind fordernd (ich würde mich vermutlich frustriert verlaufen und eine Lösung zücken). Das verleiht dem Spiel einen ganz eigenen Charm. Allerdings hoffe ich, dass bis zur Veröffentlichung noch etwas an der Optik gedreht wird, die derzeit noch etwas altbacken daherkommt.

Wie findet Ihr MediEvil? Holt Ihr es euch zum Start oder wartet Ihr noch? Schreibt es in die Kommentare, bei Facebook, Twitter oder Instagram.

Bildquelle: Sony Computer Entertainment / Other Ocean Interactive

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